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Historie der Prozessanalytik

 

1938 - 100 ppm Kohlenmonoxid in Reinwasserstoff - der erste von mehr als 1100 URAS (bis 1986)


Im März 1938
wurde der Ultra-Rot-Absorptions-Schreiber - URAS von E.Lehrer und K.F.Luft erstmals vorgestellt und zum Patent*) angemeldet.

 

Messprinzip
Der URAS**) arbeitet nach dem NDIR-(nicht-dispersive-Infrarot-Absorption) - Zwei-Strahl-Gleichtakt-Wechsellicht-Meßverfahren mit opto-pneumatischem Doppelschichtdetektor.

  

Die von zwei Strahlern ausgesandte Infrarot-Strahlung wird durch einen Chopper mechanisch moduliert und fällt durch die Mess- und Vergleichsküvette auf die beiden durch eine Membran getrennten Kammern des mit der zu analysierenden Messkomponente gefüllten Empfängers.

In Abhängigkeit von der Konzentration der Messkomponente trifft die IR-Strahlung geschwächt in die eine der beiden Empfängerkammern.
Dadurch entsteht zwischen den Kammern eine Temperaturdifferenz (ca. 10-4 K), die aufgrund der Modulation synchrone Druckschwankungen (ca. 0,1mbar) erzeugt. Diese werden von einem Membran-Kondensator (Auslenkungs-Amplitude ca. 1 nm) als Wechselspannungssignal erfaßt und verstärkt.

 

Applikationen
Der erste URAS aus dem Jahr 1938 wurde mit dem Messbereich von 600 ppm CO zur Messung von Kohlenmonoxidspuren im Reinwasserstoff für die Ammoniaksynthese eingesetzt. Damit konnten die Wäscher besser ausgenutzt und Produktionsstörungen bei der Ammoniaksynthese verringert werden.

Auch die Universität Heidelberg nutzte den URAS zur Untersuchung der CO2 - Assimilation von Pflanzen.

Zeitafel des URAS

1938 der erste URAS

1943 300 Geräte

1947 Wiederaufnahme der URAS-Produktion bei der BASF

1950 70 Geräte seit 1947

1952 Hartmann & Braun übernimmt die Lizenz zur Herstellung für den URAS

1958 600 URAS im Einsatz bei der BASF

1968 850 URAS im Einsatz bei der BASF

1986 Einstellung der Produktion nach 1122 Geräten

1999 noch ca. 140 URAS sind bei der BASF im Einsatz


*) DRP. 730478 vom 09.03.1938
**) K.F. Luft; ZS.f.techn.Phys. 24 (1943), S. 97-104

Download pdf-File URAS (50 KB)

Quellenangabe:
Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von Herrn Dr. Michael Kloska - Senior Manager of Process Analytical Technology - Prozessanalysentechnik (PAT) der BASF SE zur Verfügung gestellt.

 

 


Abbildung 2: URAS

Abbildung 1: URAS (Prinipieller Aufbau)

 

 


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