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Berichte - Forschung & Entwicklung

 

Die kleinste Siliziumpumpe der Welt

Die Pumpe ist 7 x 7 x 1,1Millimeter klein und kann maximal 2 ml/min befördern.

Alle Komponenten bestehen aus Silizium, was aufgrund der hervorragenden elastomechanischen Eigen­schaften eine hohe Langzeitstabilität garantiert.

Und noch ein weiteres Problem wurde gelöst: Gase sind im Vergleich zu Flüssigkeiten relativ stark komprimierbar, was dazu führt, dass Luftbläschen in Flüssigkeiten die Pumpe mitunter zum Erliegen bringen, da deren Membran lediglich die eingeschlossene Luft zusammendrückt, nicht aber die Flüssigkeit befördert.

Durch eine spezielle Konstruktion
, die erstmalig in dieser Winzigkeit realisiert wurde, verfügt die Mikropumpe über eine hervorragende Gasblasentoleranz, was für die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems von enormer Bedeutung ist.

Die Mikromembranpumpe kommt überall dort zum Einsatz, wo kleinste Flüssigkeitsmengen oder Gase transportiert und exakt dosiert werden müssen.

Zum Beispiel für Mikrobrennstoffzellen
löst diese Technologie ein aktuelles Problem: Der für die Energiewandlung benötigte Brennstoff – etwa Methanol – kann nun in überaus geringen Mengen kontinuierlich der Oxidation zugeführt werden. Dies erhöht nicht nur die Sicherheit des Gesamtsystems, sondern sorgt auch für eine energiesparende Optimierung des Brennstoffzellenbetriebs.

Doch noch andere Anwendungen sind denkbar, etwa bei der Dosierung von Gasen, z.B. Geruchsstoffen, die nicht nur zur Verkaufsförderung an Konsumgütern freigesetzt werden könnten, sondern auch bei interaktiven Computerspielen Einsatz finden, wo sie als Bremsgummi- oder Rauchschwaden-Imitate die virtuelle Realität vervollkommnen.

Aber auch in der Medizintechnik liegen spannende Applikationen nahe. Unzählige chronische Erkrankungen ließen sich viel effektiver behandeln, wenn man eine solche Mikropumpe in den menschlichen Körper implantieren könnte, wo sie lebenswichtige Medikamente und Hormone dosieren und in den Blutkreislauf abgeben würde.

Weitere Informationen unter:

http://www.mbpw.de/index.php?id=140

http://www.pb.izm.fhg.de/izm/index.html

Kontakt
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
Dr. Martin Richter
Hansastraße 27d
80686 München
Telefon: +49 (0) 89/ 54759-455
E-Mail:  martin.richter@izm-m.fraunhofer.de

Quelle: Pressemitteilunmg FHG 16.5.2007


 


 

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