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13. Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik
der DECHEMA und der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie



Prozessführung in der modernen Produktion

21. und 22. November 2017 in Esslingen

Mit Unterstützung
von FESTO AG & Co. KG und GDCh

 

Einige Bilder

Die Themen des 13. Kolloquiums Prozessanalytik verbinden die
Technologie zur Industrie 4.0 mit der Technologie der Fertigungstechnik
in der chemisch/pharmazeutischen Industrie.
Das Ziel dises Kolloquiums ist es, die Grenzen zwischen den verschiedenen Disziplinen zu überwinden sowie die handelnden Personen aus den unterschiedlichen Bildungskulturen zusammenzubringen.

Die Komplexität des Schwerpunktes Prozessführung in der modernen Produktion spiegelt sich in den vier Sessions der Tagung wieder:

  • Die Rolle der Fertigungstechnik in der Prozessindustrie
  • Kontinuierliche Prozessführung
  • Anforderiungen aus PAT 4.0 an neue Prozessanalytik
  • Werkzeuge und Lösungen für modellbasierte Regelung

13. Kolloquium des AK PAT - Das Programm



Drei neue Anwendungdbereiche der PAT 4.0 - dargestellt in den Postern P 09, P 11 und P 15




Das Auditorium im Technologiezentrum der FESTO AG in Essslingen, rundum verglast, bot den etwa 150 Teilnehmern den großzügigen Rahmen für die Vorträge, Poster- und Firmenausstellung (s.u.), inclusive der Snack-- und Kaffeebars.
Besonders anregend und beeindruckend ist das im Eingangsbereich installierte Relief fossilierter Seelilien, 180 Millionen Jahre alt, gefunden in der Schwäbischen Alb.Die Schönheit und Zartheit ihrer Federkleider konnte dank spwzieller Präparationstechniken (abrasive Abtragungstechnik) erhalten werden.

 

Der schon traditionelle Gesellschaftsabend fand auf Einladung der FESTO AG im Esslinger Biodom statt, wo auch die Prozessanalytik-Awards 2017 des AK PAT vergeben wurden (s.u.). Die festliche Atmosphäre und exotische Pflanzenarrangements im Glashaus des Biodoms versetzten die Gäste in erine andere Lebens~Welt, deren Existenz häufig im industriellen Alltag vergessen wird bzw. vergessen werden muss.



Das FESTO Head Office

Der Finanzvorstand der FESTO-Gruppe
, Dipl.-Ing. Gerhard Borho, unterstrich mit einigen Zahlen und Fakten zum Firmenprofil die Aktualität dieses Kolloquiums für sein Haus.
Im Zuge der Digitalisierung richtet sich Festo als weltweit führender Anbieter von Automatisierungstechnik und technischer Bildung mit seinen Produkten und Services auf die smarte Produktion der Zukunft aus. Das 1925 für Holzbearbeitungsmaschinen gegründete unabhängige Familienunternehmen mit Sitz in Esslingen a.N. erzielte im Geschäftsjahr 2016

einen Umsatz von 2,74 Mrd. Euro und ist mit 18.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 250 Standorten weltweit präsent. 8 % vom Umsatz fließen jährlich in die Forschung und Entwicklung, 300.000 Kunden vertrauen den Lösungen des Unternehmens.

Der technische Fokus der FESTO-gruppe liegt in der Feldautomation mit eigenen Produkten und dezentralen Steuerungs-einhaiten, um den Mehrwert durch die Prozessautomation und hier speziell mit der Prozessanalytik zu erreichen.
FESTO betrachtet den Wandel in der Produktion zur Industrie 4.0 ganzheitlich und bezieht neben der Technologie, der Interaktion zwischen Mensch und Technik auch die Ausbildung und Qualifikation ein.
Ein Beispiel dafür ist der in der Technologiefabrik Scharnhausen eingesetzte Montageroboter. Er ist ein Roboter, der ohne Sicherheitseinhausung neben Menschen arbeiten darf.



Die Firmenausstellung
war optimal platziert, auf einer Ebene mit dem Auditiorium, direkt intergriert in die Posterausstellung, Kaffee- und Scnackbar greifbar nah, so konnten intensive Gespräche und Diskussionen entspannt geführt werden.

 

 

 

 

 

 



Die Podiumsdidskussion: Arbeitswelt 4.0 - Müssen wir in Zukunft noch arbeiten (gehen)?

Die Teilnehmer

Modereation : T. Pötter, Bayer AG
Martin Kimmich, Festo AG, Human Resources
DR. G. Rabus, Spectral Engines Oy - Technologie Evangilist
H. Schulte, FhG Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung
E. Veit, 4.0-Veit - Berater der Bundesregierung zu Industrie 4.0

Auch schon eine kleine Tradition bei den AK PAT-Symposien - diese Art gesellschaftliche Themen offen zu diskutieren. Sie fand in diesem hochkarätig besetztem Gremium eine adäquate Gesprächsrunde.
Das Ergebnis für die Zuhörer? Ein eindeutiges Ja, wir müssen in den nächsten Jahren noch Arbeiten gehen, allerdings unter veränderten Rahmenbedingungen, interdiziplinären Arbeitsinhalten sowie vor allem mit anderen Entgeltmodellen.
Neben der schon bekannten Situationsbeschreibung zur Gegenwart und (näheren) Zukunft von Industrie 4.0 in Deutschland gab es einige sehr konkrete Aussagen wie z.B.

  • Die entstehende Wissensgesellschaft führt zu einer Spaltung in der Arbeitnehmerschaft, die Einen haben IT-Kenntnisse, die Anderen nicht.
  • Das Grundeinkommen wird kommen (müssen), da nur noch das Arbeitsergebnis bezahlt wird und nicht mehr die aufgewendete Arbeitszeit.
  • Die hierachische (Zu~)Ordnung wird ersetzt durch Berater und Coaches.

Die Arbeitswelt 4.0 verlangt steigendes interdisziplinares Wissen, gibt aber auch infolge der Digitalisierung Chancen für weniger Qualifizierte. Der Verlust einer ganzen Bevölkerungsschicht kann so vermieden werden. Auch werden vorerst einfache Arbeitsplätze bleiben, solange zumindest, wie die des Menschen billiger als ein Roboter ist.

Die Diskussionsbeiträge zu den Themen Arbeitszeit/Arbeitsentgelt hatten eines gemeinsam: Die Arbeitszeit selber wird nicht mehr entscheidend für das Entgelt sein, sondern nur das Ergebnis. Andererseits erfordert die gewünschte Kreativität das Arbeiten in Gruppen. nur, ist jeder Mensch auch kreativ? Und wer bezahlt eine erfolglose Kreativität? Also wird es das bedingungslose Grundeinkommen geben, wenn die Arbeit durch Roboter billiger als die durch Menschen ist.

Den Arbeitsplatz kann der Arbeitnehmer zukünftig selber gestalten, seine inhaltliche Vernetzung mit anderen wird entscheidend für erfolgreiches Arbeiten sein.
Bildung und Weiterbildung wurde auch in dieser Diskussionsrunde als die zentrale Herausforderung für Deutschland gesehen. Die hiesige Situation ist unbefriedigend, da es in der Ausbildung (Lehre) und in den Curricula der Unis an diesbezüglichen Inhalten und Angeboten fehlt.
Die Vorstellungen und Möglichkeiten der Industrie sind auf der Homepage von Festo Didactic, als dem weltweit führenden Dienstleister im Bereich der technischen Bildung und Kompetenzentwicklung, prägnant dargestellt.



Die Preisträger 2017 des Arbeitskreises Prozessanalytik

Auszeichnung der besten Masterarbeit:
Lukas Wander (BAM Berlin)
Titel: Untersuchung modularer kontinuierlicher Prozesse mittels Online-NMR-Spektroskopie
Begründung

Auszeichnung der besten Dissertation:
Johannes Paul Waclawek (TU Wien (AT))
Titel: Development of Mid-Infrared Laser Based Photoacoustic and Photothermal Trace Gas Sensors
Begründung


Gewinner der Posterpreise:
1. Platz: Verena Fath (Hochschule Mannheim)
Titel: Reaktionsverfolgung einer metallorganischen Reaktion mittels Massenspektrometrie

2. Platz: Mona Stefanakis (Reutlingen University- Process Analysis and Technology
Titel: PAT 4.0- Chancen und Herausforderungen der digitalen Pathologie

3. Platz: Dr. Armin Lambrecht (Frauenhofer IPM)
Titel: Zylinderförmige IR-ATR-Sensorsysteme für die inline- Prozessanalyse in der chemischen Industrie (ZYRAT)



Das 14. Kolloquium des AK PAT
wird am 3. - 5. Dezember 2018 (höchstwahrscheinlich) im Schloss Herrenhausen bei Hannover stattfinden

 

13. Kolloquium des AK PAT - Das Programm

 


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