Das Portal der Prozessanalytik PAT - Technologie und Prozesskontrolle

 
 

 



 
Fachberichte - Dienstleister - Automatisieren - Consulting - Energieeffizienz - Laserspektrometrie - safety & security - smart communication

Fachberichte

Tagungen

Prozessanalytik - generell

Gasanalytik

Flüssigkeitsanalytik

Feststoffanalytik

Partikelanalytik

Physikalische Parameter

Automatisierungslösungen Kontrolltechnologie

Systemkomponenten Probenaufbereitung

Dienstleister

 

Rubriken : Dienstleister
Neuartige Technologie zur Wasserstofferzeugung mit dem Plasmalyzer® - Den Energieträger Wasserstoff ressourcenschonend auf einfachem Wege mit hohem Wirkungsgrad erzeugen



MOA Berlin – erstes Hotel mit negativer CO2-Bilanz beim Heizen

- Graforce mit dem Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft ausgezeichnet -

Berlin, 5. November 2020 –

Das MOA Berlin und das Berliner Technologieunternehmen Graforce, ein Spezialist für nachhaltige und wirtschaftliche Wasserstoff-Technologien, starten ein zukunftsweisendes Projekt. Dank des Plasmalyse-Verfahrens erzeugt das MOA Berlin als Businesshotel & Eventlocation seine Wärme zukünftig nicht nur emissionsfrei, sondern kann der Luft CO2 entziehen. Damit wird es das erste Hotel weltweit mit einer negativen CO2-Bilanz bei der Wärmeerzeugung. Ein Konzept, das mit seinem enormen Potenzial beim Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft überzeugt hat.

Im MOA Berlin,
einem gehobenen Design- und Konferenzhotel der Mercure-Gruppe mit 336 Zimmern und über 40 Konferenzräumen auf über 7.500m2 über 3 Etagen verteilt, wird zukünftig je nach Gästewunsch mit Wasserstoff aus Erdgas oder Biogas geheizt.
Beide Gase bestehen hauptsächlich aus Methan (CH4). Durch das von Graforce entwickelte Methan-Plasmalyse-Verfahren wird das Methan mit sehr geringem Energieaufwand in Wasserstoff und festen Kohlenstoff aufgespaltet – ohne dass dabei CO2 entsteht. Weil nicht das Methan, sondern der daraus gewonnene Wasserstoff verbrannt wird, ermöglicht die Methan-Plasmalyse eine emissionsfreie Wärmeerzeugung

Der elementare Kohlenstoff
– auch Carbon Black genannt – ist ein wertvoller Rohstoff, der in Farben und Keramiken, der Elektroindustrie oder wie im Fall des MOA Berlin zur Herstellung von Asphalt verwendet wird. Somit wird das CO2 nicht mehr frei, sondern dauerhaft in Produkten gebunden.

Damit bietet Graforce erstmals eine marktreife Technologie zur CO2-Reduktion und eine echte Alternative zur umstrittenen CCS-Speicherung.


„Um unsere Klimaziele zu erreichen gibt es zwei Möglichkeiten:
und die Erderwärmung zu bremsen, muss die Erzeugung von Wärme und Warmwasser zügig CO2-frei erfolgen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wir heizen zukünftig alle mit erneuerbarem Strom oder wir machen die Erdgasversorgung klimafreundlich – mit Wasserstoff“, erläutert Graforce-Gründer und Geschäftsführer Dr. Jens Hanke. „Die neue Anlage im MOA Berlin soll zeigen, dass die Wärmeerzeugung auch im größeren Maßstab nicht nur emissionsfrei, sondern sogar mit einer negativen CO2-Bilanz möglich ist.“

Positive Umweltbilanz durch nachhaltige Hotelheizanlage 
Mit seiner zukunftsweisenden Anlagentechnik aus Plasmalyse und H2-Heiztherme zeigt das MOA Berlin, wie sich die ambitionierten Klimaziele der Stadt Berlin erreichen lassen.
Im Dezember 2019 hat der Senat als erstes Bundesland den Klimanotstand ausgerufen und beschlossen, die Berliner CO2-Bilanz schneller zu verbessern und die Hauptstadt schon vor 2050 klimaneutral zu machen. Dabei ist der Wärmesektor von zentraler Bedeutung. Denn derzeit wird in der Hauptstadt für Wärme und Warmwasser noch fünfmal mehr Energie verbraucht, als für den gesamten Strombedarf.
Allein die bisher im MOA Berlin verwendeten fünf Heizkessel mit einer Wärmeleistung von je 314 kW haben pro Jahr bis zu 800 Tonnen CO2 ausgestoßen. Um diese Menge aus der Atmosphäre aufzunehmen, sind umgerechnet mehr als 65.000 Bäume notwendig, das sind mehr als ein Viertel der Bäume im Berliner Tiergarten. 

Für seine neue, grüne Wärmeerzeugung
nutzt das MOA Berlin modifizierte Gas-Brennwertkessel. Das Mischungsverhältnis für die Heizkessel wird durch die Methan-Plasmalyse-Anlage geregelt. Begonnen wird die Wärmeerzeugung mit einer Mischung aus 30 Vol.% Wasserstoff und 70 Vol.% Biogas oder Erdgas – je nach Gästewunsch. In den folgenden Monaten wird der Wasserstoffanteil in den Heizkesseln sukzessive erhöht.
„Durch die Neugestaltung unseres Heizungssystems kann zukünftig jeder Gast durch seinen Aufenthalt der Atmosphäre CO2 entziehen. Unsere Gäste hinterlassen damit nach jeder Übernachtung die Welt etwas grüner“, sagt Johannes Rohde, Geschäftsführer der MOA Group und damit des Mercure Hotel MOA Berlin. „Wir zeigen damit aber auch, dass es möglich ist, die Klimaziele zu erreichen und CO2 aus der Atmosphäre zu binden, während unser Haus ohne Komfortverlust beheizt wird. Mit Graforce haben wir dazu einen Partner aus dem Science-Park in Berlin-Adlershof (gefunden), der in diesem Bereich technologisch führend ist und uns kompetent vor Ort berät.“

Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft für MOA-H2eat
Am 4. November wurde „MOA-H2eat“ mit dem Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020 ausgezeichnet. Dabei konnte sich Graforce in der Kategorie „Effiziente Energiesysteme der Zukunft“ gegen rund 20 Kandidaten durchsetzen. Diese hatten sich ebenfalls mit Energiekonzepten beworben, die zeigen, wie Gas mit emissionsarmen Lösungen zum Erreichen der Klimaziele beitragen kann.
Die Jury war dabei vor allem von der Möglichkeit begeistert, dass der Wärmebedarf eines Hotels nicht nur emissionsfrei, sondern sogar mit negativer CO2-Bilanz gedeckt werden kann.
„Eine Wärmeversorgung, die nicht nur kein CO2 ausstößt, sondern sogar noch welches aus der Atmosphäre bindet – dies ist der Graforce GmbH durch die neuartige Kombination von Methan-Plasmalyse, H2-Gas-Brennwertkesseln und Photovoltaik unter Verwendung von regenerativem Biomethan im Berliner Mercure Hotel MOA gelungen. Ein Ansatz, der den Wärmemarkt ein Stück weit revolutioniert und zur dezentralen Dekarbonisierung beiträgt“, so die Jurybewertung.
Wenn die Wärmeversorgung eines einzigen Hotels der Atmosphäre bereits bis zu 800 Tonnen CO2 pro Jahr entzieht, lässt sich das enorme Potenzial erahnen, das die Anlagenlösung für die Energie- und Wärmewende bietet. 

Alle nominierten Projekte wurden im digitalen „House of Innovation“ vorgestellt

 


 

 


 

 

 


top

©

Analytic Journal Kontakt Der Analytik-Brief - Abo Firmen-Eintrag Das Analytic Journal Impressum Sitemap